#9 - #nurderkopfzählt - Stephan Guttenberger und Maike Sage

Stephan Guttenberger und Maike Sage sind eines der erfolgreichsten Paare im deutschen Discofox-Sport. Der beliebte Tanz ist auch im Turniersport eine echte Herausforderung. Mit Profitrise Sports haben die beiden über ihre Momente gesprochen, bei denen #nurderkopfzählt.

Ja, es ist wirklich wahr. Discofox kann man auch als Turniersport betreiben, was den meisten wahrscheinlich gar nicht so richtig bekannt ist. Natürlich gibt es in diesem Umfeld kaum Profis – umso entscheidender ist es, dass man dieses Hobby bestens in seinen Alltag integriert.

 

Maike und Stephan haben sich als Tanzpaar sehr schnell gefunden. Beide haben den gleichen Motivationstyp und sind absolut leistungsorientiert. Sie hatten den gleichen Ehrgeiz und das gleiche Ziel – ein wichtiges Kriterium für ihren Erfolg. Denn die beiden sind mehrfache Deutsche Meister. Das gleiche Ziel und der Ehrgeiz brachten den beiden auch die gleiche Einstellung zum Training. Bis zu 4x haben die beiden neben ihrem Beruf im Trainingssaal gestanden. Abläufe automatisieren, perfektionieren und alles leicht und locker aussehen lassen. Das ist wohl jedem von uns Hobbysportlern bekannt. Trainingsausfälle gab es dabei selten – zu hoch war sicherlich auch der soziale Druck. Denn als Tanzpaar lässt es sich schlecht alleine trainieren.

 

Also haben sie auch trainiert, wenn jeder sagen würde: „lasst es“. Krankheit, Stress oder auch andere körperliche Beeinträchtigungen haben sie selten vom Training abgehalten. Beide geben zu, dass es sicherlich auch mal Tage gab, wo man einfach keine Lust hatte. Da es jedoch feste Zeiten und Tage für das Training gab, stellte sich diese Frage nur selten, das Training ausfallen zu lassen. Den Partner im Stich zu lassen kam für beide nicht wirklich in Frage. Sollte die Unlust auf beiden Seiten einfach zu groß sein, wurde darüber gesprochen. Die Folge war vielleicht mal ein freier Tag, an dem der Kopf freigepustet wurde. Und dieser wurde dann am Trainingstag auch durchaus gemeinsam verbracht. Denn dieser Ruhepol ist einfach auch mal notwendig, um Kraft, Energie und einfach wieder Lust zu bekommen.

 

Aber nicht nur in guten Zeiten, auch in schlechten Zeiten haben die gemeinsamen Ziel die Motivation aufrecht gehalten.

 

Die Integration in das Berufsleben war für beide zwar nicht leicht, aber durchaus machbar. Gleitzeit half, die Trainingszeiten einzuhalten. Flexibles Training war ja nicht wirklich möglich, denn man musste sich zwangsweise miteinander verabreden. Und wenn es doch mal an einem Tag nicht möglich war, dann haben beide das Training versucht nachzuholen, um ein besseres Gefühl und kein schlechtes Gewissen zu haben.

 

Ein durchaus kritischer Faktor war für beide zudem das Privatleben. Denn Maike & Stephan sind zwar ein Tanzpaar, haben aber jeweils andere Lebenspartner. Bei 4x Training in der Woche und ggf. langen Wochenendreisen durch Deutschland zu den Turnieren fiel die Integration des Privatlebens nicht immer leicht. Viel offene Kommunikation hat allen Seiten geholfen, den Kopf für die Konzentration auf das Wesentliche freizuhalten. Die verlorene Zeit mit dem Partner wurde nach wichtigen Turnieren meist wieder aufgeholt, bevor das Training erneut angezogen wurde.

 

Der Erfolg gibt beiden recht. Viele vordere Platzierungen konnten die beiden in den letzten Jahren ertanzen. Dabei war das Markenzeichen des Tanzpaares die vollkommene Harmonie auf der Fläche und die mentale Konzentration während des gesamten Turnieres, das meist über mehrere Stunden ging. Und so ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass eher langfristige Ziele der Treiber für diese Höchstleistungen waren. Ein Idealbild seines Tanzstils zu entwickeln und diesem zu folgen dauert Jahre. Das war beiden bewusst. Kurzfristige Ziele gab es an Turniertagen, jedoch nicht in der täglichen Trainingsarbeit. Der Fokus lag darauf, sich ganz einem großen Ziel zu verschreiben. Und darauf haben beide ihre Köpfe voll programmiert.

 

Natürlich gab es auch schlechte Tage, die besonders bei Maike an den Kräften und an der Motivation gezehrt haben. Denn die Bewertung beim Tanzen ist meist subjektiv und selten objektiv. Es liegt in der Natur der Sache, dass eine subjektive Note urteilt, wenn ein Mensch einen Menschen bewertet. Wenn der Erfolg also ausblieb, weil den Wertungsrichtern der Stil nicht gefiel, kam oft die Frage auf: “Wieso das Ganze? Warum tu ich mir das an?“

 

Maike sagt heute, dass das Publikum ihre Motivation war. Auch wenn das Publikum ggf. gar nicht sie sondern ihre Mitstreiter anfeuerten, nahm sie die Anfeuerungen doch für sich auf. Sie hatte ihren Kopf vollumfänglich darauf abgestellt. Und nach dem Turnier hatte sie ein Umfeld, welches sie immer wieder aufbaute. Egal, wie schlecht es vielleicht auch gelaufen war. Ein Tipp, den sie heute auch jedem anderen Hobbysportler gibt. Ein wichtiges Umfeld aufbauen, das einen unterstützt. Sowohl innerhalb des Teams als auch außerhalb.

 

Maike ist zudem ein sehr nervöser Mensch, der viel Selbstkritik übt. Mit Stephan hat sie zwar einen entscheidenden Ruhepol bei sich, dennoch hat sie im Training die Extremsituation immer wieder simuliert. Turniere vor Zuschauern sind eben eine ganz andere Situation als alleine im Saal. Also haben sich die beiden immer wieder auf die verschiedensten Situationen eingestellt. Glatter Boden, stumpfer Boden, langsame Musik, schnelle Musik. Alle Faktoren wurden ganzheitlich mit einbezogen, um dem Stress am Wettkampftag ein wenig entfliehen zu können. Dazu gehört auch eine gute Vorbereitung auf den Wettkampf selber. Ein Erfolgsrezept.

 

Sich einem Ziel ganz zu verschreiben, die perfekte Vorbereitung und die volle Konzentration auf den Moment, die positive Stimmung im Umfeld aufzubauen und sich aus allen möglichen Richtungen die Motivation für harte Tage zu holen sind Dinge bei denen bei Maike & Stephan in ihrem Sport #nurderkopfzählt.

 

Und darauf kommt es an.

 

Mehr über die beiden findet ihr hier: http://www.discofox-sage.de/

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