#6 - Job oder Hobby?

Sein Hobby zum Beruf zu machen scheint der Lebenstraum vieler Menschen zu sein. Es wäre doch auch einfach klasse, wenn man das, was einem am meisten Spaß macht, täglich tun könnte und damit auch noch Geld verdient. Und seien wir doch einmal ehrlich: Wenn man etwas wirklich gut machen möchte, dann brauch man dafür auch die volle Aufmerksamkeit und wahrscheinlich auch genügend Zeit. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

 

Wenn wir uns also für eine Sportart begeistern und diese richtig gut machen wollen und ambitionierte Ziele haben, dann müssen wir wohl auch viel Zeit dafür opfern und uns ganz darauf konzentrieren. Sicherlich macht es uns dann auch deutlich mehr Spaß, denn Vieles wird uns mit der Zeit leichter fallen. Das kommt von ganz alleine, dafür ist kein besonderes Training notwendig! Das heißt jetzt nicht, dass man auch jeden Tag seinen Sport ausüben muss. Ich persönlich zähle auch das Lesen von Fachzeitschriften oder Artikeln im großen weiten Internet dazu. Weiterbildung in der Theorie ist nämlich ebenso wichtig. Das kennen wir ja auch vom Job.

 

Als Hobbysportler müssen wir also in irgendeiner Weise unseren Kopf so programmieren, dass wir uns voll auf unseren Sport konzentrieren können. Multitasking fällt jedem Menschen schwer, nicht nur uns Männern. Und das Konzentrieren auf den Sport fällt mir zumindest gar nicht so leicht. Auf den ersten km beim Laufen schwirren noch viele Gedanken rund um den Job im Kopf herum, die zumindest meine Leistungsfähigkeit gefühlt deutlich verringern. Auf dem Weg zum Schwimmbad klingelt noch 3x das Telefon und wenn man aus dem Becken kommt sieht man 10 ungelesene Mails und drei verpasste Anrufe auf dem Display. In der heutigen Zeit ist es aus meiner Sicht schwer, den Kopf somit völlig frei zu bekommen. Die Arbeit nehmen wir heute überall mit hin. Warum nehmen wir den Sport nicht überall mit hin?

 

Viele Hobbysportler und Athleten scheitern oft daran, beide Vollzeit-Tätigkeiten unter einen Hut zu bringen. Und ich halte das auch für nicht machbar, wenn wir es so titulieren. Wenn wir uns nur auf eine Sache konzentrieren können, dann kann das nicht der Job UND das Hobby sein. Wir müssen Prioritäten setzen. Es sei denn wir betrachten den Job UND das Hobby als EINS. Wenn wir es schaffen, beides als Teil EINES Projektes zu sehen, dann können wir uns doch sicherlich mit der vollen Energie auf das EINE Projekt konzentrieren, oder?

 

Ich bin der Meinung, dass wir unseren Kopf umprogrammieren müssen. Denn mal ehrlich: Natürlich sind das alles nur Ausreden, wenn wir vor der Arbeit keinen Sport machen können und abends zu kaputt sind. Manche vielleicht berechtigt, manche nicht. Aber Fakt ist: Wer will, der kriegt auch.

 

Für mich ist daher die goldene Frage: Wie denkt denn mein Arbeitgeber über mein Hobby? Unterstützt er das, was ich mache? Und ist vielen Arbeitgebern überhaupt bewusst, wie wichtig Sport für den menschlichen Körper und die Leistungsfähigkeit – insbesondere auch im Job – ist? Warum sollte er also kein Interesse daran haben, dass ich Sport mache und mich bewege? Und das vielleicht sogar in der Arbeitszeit?

 

Wenn sich der Job mit dem Sport verbinden ließe, dann wäre das doch ideal. Sozusagen nicht das Hobby zum Beruf machen, aber beides ineinander übergehen zu lassen. EIN PROJEKT. Viele Firmen bauen daher mittlerweile auf eigene Fitnessstudios, um eben diese Verbindung zu ermöglichen. Firmenläufe, gemeinsames Training und gemeinsame andere Sportveranstaltungen schießen aus dem Boden und warten nur darauf angenommen zu werden. Worauf wartet ihr also noch?! Begeistert doch einfach Euch und Eure Kollegen und integriert Eure Ziele in den Berufsalltag!

 

Tatsächlich soll auch die Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters daran hängen, wie sportlich er ist. Und an leistungsfähigen Mitarbeiter hat doch wohl jeder Arbeitgeber Interesse. Im Rahmen des Frankfurt Marathons und einer damit verbundenen Studie hat man sogar herausgefunden, dass Top-Manager viel schnellere Zeiten laufen als Geringverdiener. In einem Interview der Zeit mit Lauftrainer Andreas Butz hat dieser erwähnt, dass jeder zehnte Chef eines DAX-Unternehmens regelmäßig einen Marathon läuft. Zufall? Nicht, wenn es nach Andreas Butz geht. Er meint: „Sportler können sich gut motivieren, haben Ausdauer, gehen an ihre Grenzen, gelten als hartnäckig, willensstark, zielstrebig, fleißig und diszipliniert. Das sind alles Fähigkeiten, die im Job wichtig sind.“

 

Wenn ihr mich fragt, so hängen alle diese Wörter mit dem Kopf zusammen. Hier ist nicht die Rede davon, wie talentiert jemand ist oder welcher Laufstil entscheidend ist. Wir müssen uns voll auf das programmieren, was wir wollen. Erfolgreiche Hobbysportler zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich motivieren können und hartnäckig die kurzfristigen und langfristigen Ziele ihres Projektes verfolgen. Eben ganz nach dem Motto: #nurderkopfzählt.

 

 

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