#2 - Ziele verstehen

Mir ist es immer wichtig, dass man versteht, was man macht und wie etwas funktioniert. #Nurderkopfzählt ist eben nicht nur auf die Motivation gemünzt. Es ist auch wichtig, dass man ein gewisses Verständnis für seinen Sport und seine Ziele entwickelt.

 

Ich habe bereits viele sportliche Ziele vernommen und nicht selten werden diese viel zu hoch gesteckt oder sind auch mehr oder weniger unsinnig. Wer 10kg in 4 Wochen abnehmen möchte, der macht eben definitiv etwas falsch. Auch kann man als Anfänger nicht mal eben nebenbei die 10km in unter 50 Minuten laufen oder beim Radfahren auf einer Tour einen Schnitt von 35 km/h erzielen. Ziele zu erreichen benötigt Zeit. Ich hatte ja in Blog #1 bereits angesprochen: Kleine, kurzfristige Ziele setzen und diese stetig steigern. Und langfristige Ziele setzen, die durchaus auch etwas beängstigend sein dürfen.

Was genau realistisch ist, hängt natürlich immer von der entsprechenden Ausgangssituation ab. Aber ich möchte gerne ein kleines Beispiel geben, welches ihr auf Eure eigene Sportart und Eure eigenen Ziele adaptieren könnt:

 

Ich habe mich im Sommer 2015 auf einen Marathon vorbereitet. Ich war für meine Verhältnisse wirklich top in Form und strebte eine Zeit von deutlich unter 4 Stunden an. So gut war ich noch nie! Im Spätsommer-Urlaub habe ich mir dann den prestigeträchtigen Ironman auf Hawaii angeschaut. Triathlon. Das wäre es noch. Und so verrückt wie es sich anhörte, fühlte ich mich dann auch. Wollte ich das wirklich tun? Egal, was der Auslöser ist. Ein Event, eine Wette oder die Lust, etwas Neues zu erleben. Daraus resultieren die meisten neuen Ziele, die auf den ersten Blick völlig verrückt erscheinen. Aber interessanterweise bringen sie auch die größte Motivation mit sich.

 

Wie für die meisten Triathleten, so war auch für mich das Schwimmen das größte Problem. Das war mir von Anfang an klar. Radfahren und Laufen klappt schon – das hat man als Kind schon gelernt. Nur kraulen konnte ich nicht wirklich. Und schon gar keine 750m, denn das ist ungefähr die kleinste Distanz, die beim Triathlon bewältigt werden muss. Aber das kann man ja ganz einfach lernen. Oder doch nicht? Meine Motivation war extrem hoch und ich war mir sicher, dass ich das schaffen würde. Bis zur ersten Einheit im Schwimmbad, wo ich mir ein kurzfristiges Ziel von 100m kraulen am Stück setzte.

 

100m sind nicht wirklich weit. Für mich reichten aber ganze 15 Meter, um gefühlte 5 Liter Wasser zu schlucken. Der erste Versuch war damit mehr als gescheitert. Mit Brustschwimmen habe ich versucht, die restlichen 10 Meter bis zum rettenden Beckenrand der 25m-Bahn zu überleben. Klingt vielleicht dramatisch aber genau so hat es sich angefühlt. Was dann in meinem Kopf passierte, war natürlich total logisch: „Das schaffe ich nie.“

 

Und in genau diesen Momenten entscheidet sich, ob Du für Dich ein Ziel definiert hast, hinter dem Du wirklich stehst und das für Dich auch erreichbar ist. Dass ich in den nächsten zwei Wochen keine 100m am Stück würde kraulen können, war mir sofort klar. Aber der Wille einen Triathlon zu absolvieren war trotzdem ungebrochen. Das langfristige Ziel blieb somit gleich. Nur das kurzfristige musste ich vielleicht etwas anpassen. Kleine Schritte eben.
Mund abputzen – weitermachen!

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