#12 - Panik kommt auf!

Du hast Dich zu einem Event angemeldet oder Dein Ziel formuliert und bist top motiviert! Das Training hast Du gestartet – so langsam kommt der Tag näher…

 

Ich habe in den letzten Wochen auf vielen unterschiedlichen Plattformen und in vielen Foren gelesen, wie uns die Unsicherheit doch von vorne bis hinten beherrscht. Die Sommersport-Saison steht vor der Tür und die ersten wichtigen Wettkämpfe laufen bereits. Egal ob es nun um vordere Platzierungen geht oder darum, dass wir vielleicht unseren ersten Triathlon oder auch unseren ersten Halbmarathon bestreiten wollen. Oder sei es, dass wir am Strand im Urlaub den Traumkörper vorweisen wollen. Wie auch immer: Wir haben uns alle ein Ziel gesetzt und wollen dies auch irgendwie erreichen. Und sind wir mal ehrlich, bei den meisten von uns geht es bei den Events doch ums Ankommen – ggf. gepaart mit einer persönlichen Bestzeit.

 

Und dann wird Dir irgendwie klar, dass es bis zum Event oder bis zum Urlaub noch ganze vier Wochen sind. Panik bricht aus! Meinen Trainingsplan konnte ich nicht einhalten, schließlich war die Familie krank. Im Job standen mal wieder Überstunden an und das Wetter hat auch nicht mitgespielt. Wie soll ich auch im Regen mit dem Rad zur Arbeit fahren? Dabei hatte ich mir alles bis ins kleinste Detail überlegt! Warum mache ich das eigentlich?

 

Ich freue mich anschließend über die Fragen in den Foren. Hier ein Auszug:

  • Wie werde ich deutlich schneller in den verbleibenden 4 Wochen?
  • Mache ich meinen Trainingsplan weiter oder muss ich jetzt etwas ändern?
  • Schaffe ich die Distanz überhaupt, für die ich mich angemeldet habe?
  • Bringen Intervalle wirklich so viel?
  • Was ist dieses Tapering?
  • Hilft mir das Carbo-Loading wirklich?
  • Wie kann ich dann möglichst schnell noch meine Traumfigur erreichen? Welche Diät ist die beste?

 

Auch wenn es jetzt etwas hart klingt: Der Zug ist abgefahren.

 

Veränderungen des Körpers brauchen Zeit, ganz viel Zeit. Da reichen keine 4 Wochen, um eine Leistungsexplosion zu erreichen. Nicht umsonst heißt es, dass erfolgreiche Sommerathleten im Winter gemacht werden. Natürlich kann man an kleinen Stellschrauben noch drehen – das Steigern des Trainingspensums oder auch schnelle Intervalle stellen aber eine erhebliche Belastung dar. Die Folge dürfte klar sein: Die Verletzungsanfälligkeit für Sehnen, Muskeln und deinen gesamten Körper steigt immens! Das betrifft auch das Immunsystem! Erst recht, wenn es dann nicht besser wird und der Kopf in ein Motivationsloch fällt.

 

Wichtig ist: Ruhe bewahren, durchatmen! Bereite Dich gewissenhaft darauf vor und mach dann das beste draus. Du kannst das Event auch als Training benutzen. Formuliere einfach Dein Ziel etwas um und passe es Deinem Leistungsniveau an. Oder nimmst Du ihn sogar als Spaßwettkampf auf? Vielleicht saugst Du auch die Energie des Events auf und ziehst daraus Kraft und Motivation?
Wenn es dann doch besser läuft als geplant, wirst Du auf der Welle der Zufriedenheit reiten – vielleicht sogar bereits im Wettkampf! Ein super Gefühl!

 

Stell Dir vor, Du hältst bis zum Schluss an Deinem Ziel fest und merkst in den ersten Minuten des Events, dass es heute überhaupt nicht läuft. Wie gehst Du damit um? Gibst Du auf? Oder bist Du mental so fit, dass Du auf den Spaßmodus umstellen kannst? Oder quälst Du dich wirklich? Wenn Du einmal aufgibst, gibst Du immer wieder auf, wenn es schwierig wird. Zu diesem Zeitpunkt entscheidet sich, ob Du Spaß an dem hast, was Du tust und ob Du im Kopf wirklich bereit bist!

 

Fakt ist: „Schneller, höher, weiter“ liegt wohl in der Natur des Menschen. Nicht umsonst streben wir nach persönlichen Bestzeiten und Rekorden. Aber ein bisschen Spaß und Freude sowie Flexibilität sollten wir uns auf jeden Fall erlauben – gerade als Hobbyathleten. So bleibt auch der Kopf frisch und motiviert!

 

Und wenn es dann doch nicht klappt? Der nächste Tag kommt bestimmt!
In 4 Wochen kann man nicht viel am Körper erreichen – aber extrem viel für den Kopf.

 

#nurderkopfzählt

 

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